AIO: Cooler Master Master Liquid Lite 120 – Es muss nicht immer teuer sein!

AIO: Cooler Master Master Liquid Lite 120 – Es muss nicht immer teuer sein!

Regelmäßige Leser meines Blogs wissen, dass ich hier wirklich keine Werbeartikel schreibe. Wenn mich ein Produkt aber wirklich überzeugt, dann empfehle ich es aber gerne weiter. So auch in diesem Fall.

Die Story: 

Ich hatte nun seit Jahren eine uralte Corsair H60 120mm AIO Wasserkühlung in meinem System. Mittlerweile gibt es die Version, die ich installiert hatte, schon gar nicht mehr zu kaufen.
Diese Kühlung hatte absolut zuverlässige Kühlung über mehrere CPU Upgrades hinweg geliefert.

Zuletzt für einen Ryzen 7 3700x, den ich auf allen Kernen auf permanenten 4,3 GHz laufen lasse, was in etwa dem Boosttakt der CPU entspricht. Die CPU hat insgesamt also etwas mehr Bums, als sie von Haus aus mit bringt. Ich würde sie daher als leicht übertaktet bezeichnen.

Wie gesagt, die H60 leistete hier trotz ihrer Kompaktheit, super Dienste.

Doch in Letzter Zeit machte die Pumpe, vor allem beim Start des PCs, komische Geräusche, als wäre das Pumpenlager ausgeschlagen. Meist verschwand das Geräusch wieder, nach ca. 10-20 Sekunden, aber es verleitete mich zu einem Schnellschuss-Kauf. Ich wollte schnellstmöglich eine Ersatzkühlung, falls meine H60 den Geist aufgibt.

Kurz in den Amazonas Shop geschaut nach einer kompakten AIO, die nicht unbedingt extrem ins Geld fällt, denn es sollte ja nur ein Backup sein. Nach ein paar Klicks hier und ein paar Klicks dort, landete ich schließlich bei der Cooler Master Master Liquid Lite 120. Preis passte, erster Blick auf die Verkaufszahlen in Kombination mit den Sternen ebenso, ein weiterer Klick und gekauft.

Heute ist das gute Stück dann bei mir angekommen… Ok es sollte ein Backup sein, aber dennoch wollte ich die Kühlung zumindest mal auf optische Beschädigungen prüfen. Ein kurzes, privates Unboxing später, lag sie dann vor mir auf dem Wohnzimmertisch und ich bekam ein komisches Bauchgefühl.

Die Cooler Master Master Liquid Lite 120 war zwar kompakt, wie ich erwartet hatte, aber diese dünnen Schläuche stimmten mich skeptisch. Kann das Ding wirklich einen R7 3700x zuverlässig kühlen? Die Schläuche meiner H60 sind in etwa doppelt so dick….

Ich setzte mich also an den PC und checkte mal ein paar Rezessionen. Da war immer die Rede von Installationen auf Ryzen der 1. und 2. Generation. Wenn mal ein Ryzen der 3. Generation dazwischen war, dann ein Ryzen 3 auf Basistakt. Meine Skepsis wuchs weiter. Sollte ich das Ding einfach zurückschicken und eine größere bestellen?

Nein… ich wollte der Kühlung eine Chance geben. Also warf ich meinen Plan der Backup Kühlung über den Haufen und baute sie direkt ein.

An dieser Stelle muss ich ein paar Zusatzinformationen zu meiner Installation geben. Ich habe die Kühlung in einer Push’n’Pull-Installation laufen. Das heißt, ich habe einen Lüfter vor dem Radiator, der Luft drückt und einen dahinter, der die Luft durch den Radiator saugt. Somit habe ich den Luftwiderstand durch den Radiator minimiert.
Installiert ist die Kühlung in der Front meines Gehäuses, dass mit Frischluft und nicht mit Warmluft aus dem System gekühlt wird.

Ebenso kann ich keine Aussage über die Performance des mitgelieferten Cooler Master Lüfter treffen, da ich eine faule Socke bin und die bereits angeschlossenen Lüfter weiterverwendet habe. Ich betreibe die Kühlung also mit einem Corsair ML 120 Lüfter im Pull-Betrieb, der bei meiner H60 dabei war und einem ARCTIC F12 im Push-Betrieb.

Kommen wir nun aber zum Grund dieses Posts… Wie so oft im Leben gilt auch hier „Es kommt nicht immer auf die Größe an“.
Seit mittlerweile über 1 Stunde habe ich meine CPU zum Testen auf 100% last laufen und naja, was soll ich sagen, sie ist immer noch bei schnuckeligen 63°C.

Wie gesagt es ist ein Ryzen 7 3700x auf 4,3 GHz auf allen Kernen. Alle 16 Threads laufen auf 100% und 63°C, was will man mehr? All das für nicht einmal 50€ und im nachhinein betrachtet war das Handling der flexiblen, dünnen Schläuche beim Einbau um einiges Komfortabler, als die störrigen, dicken Schläuche der H60.

Einziger Kritikpunkt von meiner Seite ist die Kurzanleitung, das hätte man wirklich schöner und weniger kompliziert machen können, aber auch das wird einen Anfänger, der mit einem Schraubenzieher umzugehen weiß, nicht von einer Installation abhalten.
Die vielen Adapter für alle möglichen CPU und Sockel sind zwar etwas friemelig aber dennoch absolut zu meistern.

Daher gibt es von mir eine absolute Kaufempfehlung!
(Am besten direkt über meinen Reflink hust hust)

Fragen gerne in die Kommentare.

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