Night of the Dead – Review

Night of the Dead – Review

Night of the Dead, OpenWorld Survival meets Basebuilding meets Tower Defence.

Zunächst mal vielen Dank an den Entwickler für das Bereitstellen des Keys. Meine Bewertung wird dieser Umstand allerdings nicht beeinflussen.

Das Spielkonzept klingt auf den ersten Blick sehr interessant. Man befindet sich in klassischer Survival Manier in einer postapokalyptischen Welt, die übersäht ist von Zombies.

World overview
Einfach postapokalyptisch schön!

Das klingt zunächst nach einem schon mehr als genug durchgekauten Kaugummi, doch Night of the Dead bringt hier ein paar sehr interessante, neue Mechaniken mit ins Spiel.

Zunächst einmal muss man das Survival prinzipiell in Anführungszeichen setzen. Klar man muss überleben und man kann auch Nahrungsmittel finden und herstellen, aber es gibt keine Hunger-Mechanik. Vielmehr dient die Nahrung zur Wiederherstellung der Lebenspunkte.

Inventory/Menu
Inventar, Equipment und Basic Crafting

Klassisch ist jedoch der Zyklus des Spiels. Tagsüber ist es weitestgehend friedlich und man hat Zeit zum Erkunden und Looten und in der Nacht wird es zunehmend gefährlicher.
Auch in Night of the Dead spawnen in der Nacht Gegnerwellen, die einem versuchen das Leben schwer zu machen. Das erinnert etwas an 7 Days to Die, mit dem Unterschied, dass diese Angriffe in jeder Nacht kommen.

Doch dem Spieler stehen Mittel und Wege zur Verfügung, um sich gegen diese, von Nacht zu Nacht heftiger werdenden Angriffe, zu wehren.

Hier kommt das Tower Defence Prinzip zum Tragen.

Man baut einen klassischen „Killgang“, den man mit diversen Fallen spicken kann, die einem die nächtlichen Zombies vom Leib halten.

It's a trap
Friss den Morgenstern, du Zombie

Die Wegfindung der KI ist auch weitestgehend so intelligent, dass die Zombies den „Kill-Gang“ auch nutzen. Voraussetzung an dieser Stelle ist aber ein freier Weg zur Spielfigur. Kommt man nun auf die Idee, sich hinter Mauern und Türen zu verstecken, wird die Wegfindung der Zombies gestört und sie greifen wahllos alle Bauten an, die ihnen vor die Nase kommen. Ist der weg durch den „Kill-Gang“ zur Spielfigur allerdings nicht blockiert, ignorieren die Zombies in der Regel alle Bauten und laufen brav durch die Fallen.

Leider wird dies im Tutorial nicht wirklich erklärt, weshalb auch ich diesen umstand zunächst erst schmerzlich lernen musste.

Neben den Fallen und upgradebaren Basis Elementen stehen dem Spieler auch diverse Waffen und ein Forschungsbaum zur Verfügung, um im laufenden Spiel auch einen gewissen Progress zu haben.

Das klingt zunächst nach einem runden und gelungenem Spielkonzept, doch wie ihr euch nun vermutlich denkt, gibt es von meiner Seite auch ein recht großes …

ABER

Denn das Spiel wird nach anfänglicher Motivation doch leicht schnell relativ monoton. Man hat recht schnell alle zur Verfügung stehenden Fallen gebaut und dann ist es nur noch ein weiteres Ausbauen.

Der Erkundungsfaktor für mich massiv dadurch gestört, dass die Welt sehr lieblos erstellt wirkt. Man hat eine Hand voll Häusermodelle, die sich immer wieder wiederholen. Die Häuser selbst wirken sehr leer. Es befinden sich im Inneren zwar ein paar Möbel, aber diese sind nur Deko. lootbare Objekte sind sehr rar und wirken auch total wahllos verteilt.
Was haben bitte Bretterkisten in einem Badezimmer zu suchen?

Loot
Looten und Abbauen, leider ohne Respawn

Ein weiterer, demotivierender Faktor ist ein fehlender Loot Respawn. Gefühlt wachsen zwar Bäume nach, aber für den Rest muss man immer größere Loottouren unternehmen, was besonders ärgerlich ist, wenn man seine Base nicht relativ zentral auf der Karte positioniert hat.

Loot gibt es prinzipiell ausreichend, denn die Karte ist groß, aber man bekommt im Fortschritt keinerlei Mobilitätshilfen zur Verfügung gestellt, weshalb das Spiel gerade im Singleplayer irgendwann in einen Wandersimulator übergeht. Im Multiplayer mag sich das unter Umständen aufgrund der Arbeitsteilung noch in Grenzen halten.

Das mindert zumindest für mich den Spielspaß nach einer gewissen Spielzeit enorm.

Am ende muss man aber auch anmerken, dass das Spiel im Early Access ist und daher alles Andere als final. Auch findet man diese Kritikpunkte vermehrt im Steam Forum, weshalb ich hoffe, dass der Entwickler diese auch sieht und versucht eine Lösung zu finden.

Fazit

Als Fazit kann ich daher nur sagen, dass das Spielprinzip durchaus interessant und frisch wirkt, aber noch etwas Feinschliff und Liebe in der optischen Gestaltung benötigt.
An dem grafischen Auftreten im allgemeinen gibt es von meiner Seite nichts zu bemängeln.

Wer das Spiel nun interessant findet, der wird im Steam Store fündig.

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